Weg frei für mehr Wohnungsbau

Investor Hamelmann baut zwischen Nord- und Neustraße

Jahrelang herrschte Stillstand auf der Fläche zwischen Nord- und Neustraße. Während es keine konkreten Nutzungspläne gab und der Platz nur sporadisch im Herbst als Martinsfeuerstelle und im Sommer als Bolzplatz genutzt wurde, waren die kontaminierten Altlasten der Akkumulatorenfabrik über den gesamten Zeitraum im Boden. Doch nun wurde eine Lösung gefunden. Der Kempener Unternehmer Hamelmann wird die Fläche erwerben und dort auch Mehrfamilienhäuser und barrierefreien Wohnraum errichten. Ausschlaggebend für die Entscheidung war auch, dass unverzüglich mit der Entsorgung der kontaminierten Stoffe begonnen wird. Bereits 2010 hatten die Grefrather Grünen mit ihrem Antrag „Altstandort: Akkumulatorenfabrik“ deutlich gemacht, dass die Entsorgungskosten nicht den Grefrather*innen zur Last fallen sollten.

Grünensprecher Andreas Sonntag zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns, dass unsere Beharrlichkeit zu einem Ziel geführt hat und insbesondere, dass ein Teil der Fläche für Mietwohnungsbau genutzt werden soll.“

Neben drei Mehrfamilienhäusern sollen barrierefreie Bungalows entstehen. In beiden Bereichen, sowohl im Bereich des bezahlbaren Mietwohnraums, als auch beim Angebot für barrierefreies Wohnen, gibt es in Grefrath noch erheblichen Nachholbedarf.

Gerade für Grefrath ist die Bewegung bei der Nord-/Neustraßenfläche ein wichtiger Schritt. Laut Kreismonitoring hat Grefrath die schlechteste Bevölkerungsentwicklung im ganzen Kreis Viersen und verzeichnet ein Minus von 9,1%.

„Wir sehen dieses Bauvorhaben als guten Auftakt, müssen aber weiteren Mietwohnungsbau realisieren“, erklärt Sonntag. Dies sei insbesondere für junge Menschen wichtig. Die Gemeinde Grefrath hat den höchsten Alt-Jung-Quotienten im gesamten Kreisgebiet.

Für die Grünen liegt der Fokus bei künftigen Bauvorhaben deutlich darauf, bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum zu realisieren.

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