Schnelles Internet in Grefrath – es gibt noch viel zu tun

dgwerbVermehrt werden die Plakate der Deutschen Glasfaser wahrgenommen. In der April Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses stellten Frau Holländer und Herrn Giese die Deutsche Glasfaser vor und erläutert die geplanten Infrastrukturmaßnahmen für die Ortsteile Oedt und Grefrath. Aus dem Protokoll der Sitzung:

„Die Firma arbeitet ohne Fördergelder und benötigt mind. einen 40 %-igen Anteil der Haushalte, um einen Ausbau in Grefrath und Oedt gewährleisten zu können. Hierzu beabsichtigt die Deutsche Glasfaser ab dem 15. April 2017 umfangreiche Informationsveranstaltungen für die Bürger in Form von Informationsabenden, Flyern, Infomobilen etc. durchzuführen. Innerhalb von 12 Wochen soll anhand dieser Veranstaltungen festgestellt werden, ob das Interesse der Bürger ausreichend für einen Ausbau ist. Angeboten werden 3 verschiedene Leistungspakete: 100 Mbits/s, 200 Mbits/s und 500 Mbits/s. Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens 24 Monate. Die Verlegung der Breitbandanschlüsse erfolgt in Glasfaser in jedes Haus komplett neu und unabhängig von den vorhandenen Anschlüssen. Die Ortsteile Vinkrath und Mülhausen sind bei dieser Maßnahme nicht eingeplant, da die Telekom bereits die Netze ausbaut“.

Die Versorgung mit schnellem Internet ist insbesondere im ländlich geprägten Raum noch sehr ausbaufähig, wie auch die Karte des Breitbandatlas des TÜV Rheinland für Grefrath und die einzelnen Gemeindeteile sichtbar macht. Ziel muss es daher sein, die noch unterversorgten Gebiete mit Glasfasernetzen auszustatten. Die vom Gemeinderat beschlossene Versorgung mit der Vectoring-Technik führt für 350 Haushalte in Mülhausen und 940 Haushalte in Vinkrath zwar in Zukunft zu einer ersten Verbesserung, kann dabei jedoch nur als Übergangstechnologie angesehen werden. In der Zeitschrift Städte- und Gemeinderat vom November 2016 heißt es dazu: „Die von der Telekom propagierte Vectoring-Technik zur Ertüchtigung der Kupferleitungen stellt allenfalls eine Übergangstechnologie dar. Sie wird vom Städte- und Gemeindebund NRW nur dann befürwortet, wenn sonst einzelne Regionen für lange Zeit keinen Breitbandanschluss erhielten.“ Wir werden daher in Zukunft darauf achten müssen, dass Glasfaserkabel bis zu den Endverbraucher*innen gelegt wird. Wie jeder von uns auch Privat erfährt, können 50 Mbit nur der Anfang sein. Egal ob Media-Streaming, Cloud-Dienste oder IP-Telefonie. In vielen Bereichen läuft heutzutage nur noch etwas mit einer schnellen Leitung. Daher werden wir auch Sorge tragen müssen, weiter Fördergelder zu akquirieren und Synergieeffekte zu nutzen. Unterstützung erhoffen wir GRÜNE uns hierbei auch vom Breitbandkoordinator des Kreises Viersen.

Weiterführende Links:

BreitbandNRW

Breitbandatlas

Schnelles Internet per Vectoring: 13 Verbände warnen vor Angebot der Telekom

Breitbandkoordinator: Kreis erhält Förderbescheid

Schnelles Internet: Breitbandausbau für Grefrath gestartet

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

1 Kommentar