Dunkerhofstraße: Grüne unterstützen Initiative für Einbahnstraßenregelungen

Auf sehr positive Resonanz stieß bei den Grefrather Grünen eine Initiative von Anwohner*innen der Dunkerhofstraße, die sich gegründet hat, um eine Einbahnstraßenregelung für ihre Straße zu fordern. „Wir teilen die Sorgen der Menschen in der Dunkerhofstraße. Für uns ist das hohe Verkehrsaufkommen im Ortskern schon lange ein Ärgernis, so dass wir dem Vorschlag wohlwollend gegenüberstehen“ teilt der
Grüne Ortsvorstand Andreas Sonntag mit.

Bereits in der Vergangenheit hatten die Grünen Engagement für ein geringeres Verkehrsaufkommen im Ortskern gezeigt. Der Ortskern, so die Grünen, gehöre den Menschen und nicht dem Verkehr.

„Hier werden ernsthafte Bedenken für die Verkehrssicherheit, besonders von Senioren und Kindern vorgetragen, die wir sehr ernst nehmen,“ so Sonntag.

Die Grefrather Grünen betonen, dass neben Fragen der Verkehrssicherheit auch die Aufenthaltsfunktion im Ortskern und den angrenzenden Straßen und Geschäften möglichst angenehm gestaltet werden solle.

„Wir begrüßen grundsätzlich, wenn sich Anwohner*innen engagieren und für ihre Interessen einsetzen,“ schließt Sonntag ab.

Pressemitteilung: Grüne unterstützen Initiative für Einbahnstraßenregelungen

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Ergebnis:

„Vor der Sitzung wird das Schreiben des Einzelhandels-  und Dienstleistungsverbandes Krefeld-Kempen-Viersen e.V. vom 18.02.2015 verteilt. Der Bürgermeister stellt Herrn Erkens vor, der den Ausschussmitgliedern anhand von Verkehrsmessungen und anderen Unterlagen zunächst die Verkehrsströme und die Auswirkungen bei Veränderung des jetzigen Zustands auf den übrigen Ortskernbereich erläutert. Anschließend führt er aus, welche verkehrsrechtlichen Regelungen auf der Dunkerhofstraße möglich sind und welche er für sinnvoll erachtet. Er hält bei einer Einbahnstraßenregelung die Einfahrt von der Umstraße in die Dunkerhofstraße für die schlechteste Lösung, weil dadurch der Verkehr in dieverkehrsberuhigten Bereiche des Ortskerns geleitet wird. Ein verkehrsberuhigter Bereich soll eine Aufenthaltsfunktion haben und möglichst wenig Verkehr aufnehmen. Die Hohe Straße erfüllt mit aktuell ca. 2.000 Fahrzeugen pro Tag nicht mehr die Voraussetzungen für die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs; der Ortskernbereich müsste in eine Tempo-20-Zone (verkehrsberuhigter Geschäftsbereich) umgewandelt werden.
Es schließt sich eine längere Diskussion an, in der Fragen gestellt und beantwortet werden. Verschiedene alternative Verkehrsanordnungen und deren mögliche Auswirkungen auf den Ortskernbereich werden diskutiert. Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Einzelhändler zu der beabsichtigten Verkehrsveränderung bisher nicht positionieren konnten. Auch der Einzelhandel- und Dienstleistungsverband Krefeld-Kempen-Viersen e.V. hat sich Zeit für eine genaue Betrachtung der geplanten Einbahnstraßenregelung und die Abgabe einer Stellungnahme erbeten.
Ratsherr Maus, CDU-Fraktion, beantragt für die Dunkerhofstraße folgende verkehrs-rechtliche Anordnung:
– keine Einbahnstraßenregelung,
– alternierendes Parken,
– Darstellung der wegfallenden Parkplätze,
– 6 monatige Probezeit,
– Überwachung des ruhenden Verkehrs und Erstellen einer Statistik über das Verhalten der Verkehrsteilnehmer als Unterlage für mögliche Konsequenzen,
– Einführung einer Parkscheibenregelung.
Abstimmungsergebnis:
Zustimmungen: 6
Ablehnungen: 6
Enthaltungen: 2
Ratsherr Drießen beantragt für die Fraktion B90/Die Grünen:
Auf dem Teilstück der Dunkerhofstraße zwischen der Einmündung der Hohe Straße und der Umstraße wird zunächst versuchsweise die Einbahnstraßenregelung mit Verbot der Einfahrt aus Richtung Umstraße eingerichtet. Die Verwaltung wird beauftragt, die verkehrsrechtliche Anordnung der Einrichtung der Einbahnstraßenregelung bei der Genehmigungsbehörde – Landrat, Amt für Ordnung und Straßenverkehr – zu beantragen.
Abstimmungsergebnis:
Zustimmungen: 6
Ablehnungen: 6
Enthaltungen: 2
Der Bürgermeister erklärt, dass beide Beschlüsse abgelehnt sind und er sich mit den Fraktionen über das weitere Vorgehen abstimmen wird.“
(Quelle: Niederschrift über die 3. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 23.Februar 2015)

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